TenneT hat bereits frühzeitig informiert und Bürger und Politik eingebunden. 7000 Einwände sind eingegangen, 95% sind davon planungsrelevant. Das sind Hinweise auf z.B. Dränagen, Hofstellen, Gewässer, Beregnungsanlagen oder auch Moore. Ende 2018 wird der 1000 Meter breite Korridor festgelegt, 40 Meter breit wird der tatsächliche Arbeitsstreifen sein!

2020 soll das Genehmigungsverfahren für die konkrete Leitungstrasse im Korridor, durch die Bundesnetzagentur beendet sein. 2025 wird die Leitung ans Netz gehen.

Die Gleichstromkabel, haben einen Durchmesser einer CD-Scheibe, mit einer Übertragungsleistung von jeweils 2 GW und einer Spannungsebene von 320 KV oder 525 KV. Sie werden in 1,30 Metern und mit einem Abstand von 5-8 Metern verlegt.

Da die Kabel im Inneren eine Wärme von 70 Grad Celsius entwickeln, befürchten Landwirte, dass es zur Erderwärmung kommt. Die Vegetation wird sich im Bereich der Leitungsachse verändern, Bäume dürfen nicht gepflanzt werden. Dränagen und Bewässerungen sind dort unterbrochen und der Boden wird durch den Aushub nicht mehr die Fruchtbarkeit haben. Große Einschränkungen und langwierige Folgeschäden sind für Landwirte zu befürchten! Noch nicht geklärt ist die Entschädigung der Leitungsrechte.

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Für die vom Trassenbau betroffene Grundstückseigentümer sieht Bundestagsabgeordneter Oliver Grundmann eine wiederkehrende Entschädigung als absolut gerechtfertigt an.

Frau Jungemann vom Landkreis Rotenburg berichtete über den Trassenverlauf. Von Kutenholz kommend geht die Vorzugstrasse an Byhusen, Farven, Anderlingen vorbei, Richtung Elsdorf. Sie unterquert die Autobahn A1, geht an Scheeßel vorbei Richtung Süden.

https://gis.ilf.com/K509/synserver?project=K509

Weil der Bau ein Eingriff in die Landschaft und Natur bedeutet, muss im Detail geprüft werden, ob es zu Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen kommt. Frau Käding vom Amt für Natur- und Landschaftspflege vom Landkreis Rotenburg, räumte ein, dass z.B. Moorböden zerstört werden und Wald wieder hergestellt werden muss.

Das von den Stadtwerken Stade entwickelte und erprobte AGS-Verfahren stellte Herr Schacht vor. Grundmann sieht dieses Projekt weiterhin als Meilenstein mit bundesweiter Strahlkraft. „Das neue Erdkabelverfahren bedeutet weniger Flächenverbrauch, weniger Eingriff ins Landschaftsbild und höhere öffentliche Akzeptanz“, so Grundmann. „Das Erdreich müsse man durch die Bortechnik behutsam und bodenschonend anfassen.“

Den 10 Punkteplan vom niedersächsischen Landvolk stellte der Vorsitzende des Landvolkes Zeven, Rudolf Heinz vor. So ist ihm von besonderer Bedeutung, dass die landwirtschaftliche Nutzung auf der Leitungstrasse gewährleistet ist.

Karen Wohlers

Landvolk Stade/ Landvolk Zeven

 

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